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Mundartsprecher sind gefragt

BBZ, 7. Mai 2005

„He, schwätz au!“ Dieses Motto unserer Serie, in der es um die heimische Mundart geht, soll diesmal ganz wörtlich genommen werden. Sie sind jetzt gefragt, Sie, die Mundartsprecher, die im Alemannischen daheim sind. Mit Ihrer Antwort auf den nebenstehenden kleinen Fragebogen helfen Sie mit, die Grundlage für die wortgeographische Darstellung von sechs Begriffen zu bilden. Mit etwas Glück können Sie damit einen von zehn Preisen gewinnen. Dabei kommt es selbstverständlich nicht auf die „Richtigkeit“ Ihrer Antwort an. Da Sie die Experten sind, kann es eine falsche Antwort gar nicht geben. Vielleicht müssen Sie ein bisschen nachdenken und älteren Wortschatz aktivieren. Eventuell sind die Jüngeren, die die früheren Arbeitsmethoden beim Heuen oder bei der Feldarbeit nicht mehr aus eigener Erfahrung kennen, gut beraten, wenn sie sich bei den Älteren in der Familie Rat holen. Möglicherweise kommen sie aber von selber drauf, wie der Brotanschnitt heißt, oder wie die Oma zu der Schleife am Kleid oder im Haar gesagt hat. Natürlich sind in erster Linie die dialektalen Besonderheiten gefragt. Es kann jedoch auch sein, dass sich in Ihrer Mundart das gesuchte Wort nicht sehr vom hochdeutschen unterscheidet. Dann beantworten Sie die Frage trotzdem. Bei der Auswertung werden Sie sehen, dass das andernorts eben nicht so ist, Ihre Antwort zur Unterscheidung aber auch gebraucht wurde. Bei den Fragen zwei bis vier ist jeweils ein Satz mit einer Lücke angegeben, in die das gesuchte Wort passen soll.

Zur Schreibung nur so viel: Im Dialekt gibt es keine Rechtschreibung. Sie schreiben also so lautgetreu wie möglich, brauchen sich dabei aber nicht übermäßig den Kopf zerbrechen, denn auf kleinere Unterschiede in der Aussprache kann in der Auswertung nicht eingegangen werden. Wie in den bereits erschienenen Artikeln, werden die einzelnen Begriffe nur grob typisiert. Worauf Sie allerdings besonderen Wert legen sollten, ist die genaue Angabe des Ortes, für den der Mundartausdruck gilt. Das kann auch ein heutiger Ortsteil sein, der vor der Gemeindereform noch selbstständig war. Dieser Ort kann, muss aber nicht mit dem jetzigen Wohnort übereinstimmen. Die Angabe Ihrer Adresse ist daher nicht unbedingt erforderlich. Sie ist nur wichtig, wenn sie an der Verlosung teilnehmen wollen.

Und nun, Bleistift gespitzt oder Kuli gezückt und ab geht die Post.

 

Die Umfrage ist beendet. Mehr als 200 Leser haben sich beteiligt!

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle, die mitgemacht haben.

Ab dem 4. Juni erscheint die Auswertung. Es fängt an mit irgendwo - "näume, amenort, omme"
 

 

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